Sido Rauswurf bei „The Voice of Germany“

Interview mit Sido bei 100% Realtalk Youtube

Voice of Germany – Sido-Rauswurf weil er sich gegen den Mainstream stellte

Der Deutsch-Rapper Sido war Teil des Teams aus Gesangs-Coaches für die Castingshow „The Voice of Germany“.

Jetzt thematisierte er seinen überraschenden Rauswurf 2020 in einem Podcast. Sein Vorwurf: er sei vom Sender erpresst worden. Grund dafür sei ein Video gewesen, auf dem eine Auseinandersetzung Sidos mit Bild-Reportern vor seinem Haus zu sehen ist.

Über die Auswüchse der Cancel Culture hat Wochenblick erst kürzlich ausführlich berichtet. Offenbar ist auch der Interpret von Hits wie „Bilder im Kopf“ oder „Mein Block“ dem Zwang zur Einheitsmeinung im Mainstream zum Opfer gefallen. Im untenstehenden „100% Realtalk“-Podcast des Rappers MC Bogy (42, bürgerl. Moritz Christopher Udem) verriet Sido (40, bürgerl. Paul Hartmut „Siggi“ Würdig) nun die wahren Gründe für seinen Rauswurf.

Naidoo, Kinderblut und die Medien

Sido hatte sich im Mai 2020 einerseits kritisch über die Corona-Krise geäußert und andererseits auch die Wichtigkeit alternativer Medien betont. Im selben Interview mit Ali Bumaye (36, bürgerl. Ali Alulu Abdul-razzak) wurde auch das Thema verschwundener Kinder, das Trinken von Kinderblut und mögliche Verbindungen zu mächtigen Elite-Kreisen, das durch ein Video von Xavier Naidoo aufs Tapet kam, besprochen. Daraufhin erhielt Sido „Besuch“ von Bild-Journalisten, die ihn zu seinen Aussagen befragen wollten. Da dieser den Medien „dieses Verlages“ grundsätzlich keine Interviews gibt und das auch bekannt sei, tauchten die Reporter kurzerhand vor seinem Haus auf, was heftige Reaktionen des Künstlers hervorrief.

Zu Kreuze kriechen oder rausfliegen

„Der Grund für den Split war diese Sache vor dem Zaun, wo die ‚Bild‘-Leute bei mir vorm Zaun standen. Und die Aussage war, also der Grundtenor, dass ich der Presse nicht vertraue“, erklärte der Rapper. Die geäußerte Skepsis gegenüber den etablierten Medien hatte ProSieben augenscheinlich nicht gefallen, weswegen der Sender, sozusagen zum Ausgleich, von Sido verlangte, ein Interview in einem großen Medium zu geben, und den etablierten Medien sein Vertrauen auszusprechen: „Dann sagt ProSieben…, aber wir sind auch Presse und Medien, nicht die alternativen Medien, wir sind die normalen Medien, du vertraust uns also auch nicht. … Wir möchten jetzt, dass du ein ‚Spiegel‘-Interview – oder irgendwas Großes, irgendein Springer-Medium – ein Interview gibst, indem du das alles revidierst und sagst, natürlich kann man den Medien vertrauen. … Das wollten die von mir. Dann kannst du weiter mitmachen, haben die gesagt“, wird Sido auf watson.de zitiert.
Kein Dementi, kein Job

Das wäre die Voraussetzung gewesen, um in der Castingshow weiterzumachen. Sido lehnte dies ab – die weitere Zusammenarbeit war somit Geschichte. Im Podcast kommentierte Sido diesen Erpressungsversuch seines damaligen Arbeitgebers und seine widerständige Reaktion darauf mit den Worten: „Wenn man auf den Boden spuckt, dann soll man das nicht wieder auflecken.“ Wie auch die Künstler der #allesdichtmachen-Kampagne (Wochenblick berichtete) beweist Sido Mut und Rückgrat, in einer Zeit, in der abweichende Meinungen mit sozialer Ausgrenzung oder, wie in diesem Fall, gar mit Jobverlust sanktioniert werden.

100% Realtalk-Podcast mit Sido – siehe oben:

Quelle: Youtube

Quelle: Wochenblick.at

Quelle: watson.de

Bild: Pixabay – staufentv

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