Wann kommt der Moment des Widerstands?

Ein neuer Podcast von Christoph – Corona-Transition für Radio Qfm.network

Wenn der Faschismus wiederkehrt,
wird er nicht sagen „Ich bin der Faschismus“.
Er wird sagen „Ich bin der Antifaschismus“.


Ignazio Silone (1900 bis 1978, ital. Schriftsteller)

Liebe Freundinnen und Freunde

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Zuerst möchte ich die 2127 neuen Abonnentinnen und Abonnenten ganz herzlich begrüssen, die in den letzten sieben Tagen neu zu uns gestossen sind.

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  1. Der mangelhafte bis betrügerische Umgang mit den Hospitalisierungsdaten. Geimpfte werden oft nicht getestet, was den Anteil der ungeimpften Covid-19-Erkrankten erhöht. Ergebnis: eine angebliche Pandemie der Ungeimpften.
  2. Der konstruktive Widerstand. Wir lehnen jede Gewalt kategorisch und grundsätzlich ab. Aber wir bringen noch so gerne Beispiele des konstruktiven Widerstands.

Übermitteln Sie uns Ihre Beobachtungen, erzählen Sie uns Ihre Geschichten über unser sicheres Formular. Wir bearbeiten und veröffentlichen Ihre Geschichte auch ohne Namensnennung, verarbeiten jedoch keine anonymen Nachrichten.

Wie die Politiker die Demonstrationen für Grundrechte umdefinieren (und wie die Medien mitspielen), zeigt die Demo von gestern in Bern. Die Polizei hätte einen «Sturm aufs Bundeshaus verhindert», erklärte der Berner Sicherheitsdirektor Reto Nause.

Noch bedenklicher war das Framing, als in Solothurn vor ein paar Monaten über 500 Polizisten im Einsatz waren, um schliesslich zwei Dutzend friedliche Demonstranten auf dem Marktplatz einzukesseln. Der Polizeisprecher erklärte hinterher, sie hätten einen «Flächenbrand verhindert». So schafft man Gefahren, die man dann bekämpfen kann.

Wann kommt der Moment des Widerstands?

Viele Menschen stellen sich diese Frage. Aber darauf wird es leider keine Antwort geben.

Kann es keine Antwort geben. War es gestern? Ist es morgen? Wir werden es auch übermorgen nicht wissen.

Aber wir kennen die Antwort der Menschen, die sich früher die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt für Widerstand gestellt haben,
zum Beispiel im Deutschland der dreissiger Jahre. Milton Mayer hat nach dem Krieg in Deutschland mit vielen gewöhnlichen Menschen gesprochen. Daraus ist der Bestseller «They thought they wäre free – the Germans 1933 bis 1945» entstanden. Ein Mensch wie du und ich hat ihm Folgendes erzählt:

«Du wartest auf eine grosse schockierende Gelegenheit und denkst, dass andere, wenn ein solcher Schock kommt, sich mit dir zusammenschliessen werden, um irgendwie Widerstand zu leisten …
Aber die eine grosse schockierende Gelegenheit, bei der sich Dutzende oder Hunderte oder Tausende mit dir zusammenschliessen werden, kommt nie. . .
Wenn die letzte und schlimmste Tat des ganzen Regimes unmittelbar nach der ersten und kleinsten gekommen wäre, wären Tausende, ja Millionen ausreichend schockiert gewesen …
Aber so läuft es natürlich nicht. Dazwischen liegen Hunderte von kleinen Schritten, einige davon unmerklich, jeder von ihnen bereitet dich darauf vor, nicht vom nächsten schockiert zu sein …
Und eines Tages, zu spät, stürzen deine Prinzipien, falls du sie jemals begriffen hast, auf dich ein. Und du siehst, dass sich alles – alles – verändert hat…
Jetzt lebst du in einer Welt des Hasses und der Angst, und die Menschen, die hassen und fürchten, wissen es nicht einmal selbst; wenn alle verändert sind, ist niemand verändert…»

Wir lernen daraus: Der Totalitarismus kommt schleichend. Auf die Massenerhebung zu warten, der wir uns gefahrlos anschliessen können, ist vergeblich. Nur ganz selten, wenn eine Revolte solide organisiert und finanziert ist – wie in der Ukraine – kann sie gelingen.

Erst ganz am Schluss, wenn alle Widersacher und freien Denker verschwunden sind, zeigt der Totaliarismus sein wahres Gesicht. Hannah Arendt weist in ihrem wichtigen Buch «Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft» darauf hin, dass Stalin mit seinen brutalen Säuberungen nicht 1928 begann, als er am Parteitag den Feinden im Innern den Kampf ansagte, sondern erst 1934, als die letzten Kritiker ihre «Fehler» erkannten oder von ihren Posten verschwunden waren.

Der einzige Moment des Widerstandes ist jetzt: nicht in diesen Minuten, aber in diesen Tagen, spätestens in diesen Wochen.

Wie beginnen Sie den Widerstand? Fangen Sie mit einem kleinen Schritt an, der ein bisschen Mut erfordert und den Sie morgen schon tun können. Der Vorteil: Auch wenn die Aktion nicht viel bewirkt, so haben Sie doch sich selbst, bzw. Ihre Angst überwunden. Und das fühlt sich immer gut an. Dann fassen Sie den nächsten Schritt ins Auge.

Heute hat mir jemand ganz begeistert geschrieben, er sei zum ersten Mal ohne Maske einkaufen gegangen. Morgen wird er es wieder tun, übermorgen wird er an der Kasse ein Trinkgeld geben. Und zwei weitere Menschen erfahren: Widerstand verbindet Menschen.

Allein oder mit andern? Geschmacksache. Die einen brauchen den Druck oder die Ermunterung der Gruppe. Andere bleiben lieber allein. Ich kenne beides, und beides ist besser als nichts zu tun.

Die grosse Gruppe, die mächtige Demo ist ein zweischneidiges Schwert. Das Gefühl der Einheit ist schön, die Illusion der Wirkung gefährlich. Die Demos tun vor allem uns gut; auf die Politik in der Schweiz wirken sie erst ab 50’000 Teilnehmern.

Konsequenz:
Die Kraft des nachhaltigen Widerstands liegt nicht in der Grösse der Gruppe, sondern in der Vielfalt der Individuen.
Sie sind originell und können schnell reagieren und das ist manchmal die Hälfte der Miete.

Tausend Menschen auf tausend Plätzen bewirken mehr als Zehntausend vor dem Bundeshaus.

Noch ein Wort zum Misserfolg. Ich bin kein Fan von Arnold Schwarzenegger.

Aber wenn man etwas von ihm lernen kann, dann das: Am Ende gewinnt, wer immer wieder aufsteht. Nicht das Hinfallen ist die Schwäche. Aber nicht wieder aufzustehen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Entdecken Ihrer Widerstandskraft. Wenn die Diktatur der Pandemisten nicht kommt, die sich abzeichnet, wird es uns niemand danken. Aber wir werden wissen: Wir waren dabei. Das Rütli ist überall, auf jedem Platz, in jeder Stube und in jedem Herzen.

Mit freundschaftlichen Grüssen

Christoph Pfluger

Widerstand im eigentlichen Sinn ist nicht jedermanns Sache. Aber Widerstand leistet auch, wer sich das gute Leben nicht stehlen lässt, wie das mittlerweile über 20 Graswurzle-Gruppen praktizieren. (Hier Anmeldung zum Newsletter)

Der tschechische Schriftsteller und spätere Präsident Vaclav Havel schrieb dazu in seinem Buch «In der Wahrheit leben»:

«Es wäre völlig falsch, die Parallelstrukturen und die Parallelgesellschaft als einen Rückzug in ein Ghetto und als einen Akt der Isolation zu verstehen, der sich nur um das Wohlergehen derjenigen kümmert, die sich für einen solchen Weg entschieden haben… Die letzte Phase dieses Prozesses ist die Situation, in der die offiziellen Strukturen… einfach zu verwelken und abzusterben beginnen, um durch neue Strukturen ersetzt zu werden, die von ‹unten› entstanden und grundlegend anders aufgebaut sind.»

Und: Das Gute entsteht nicht, indem das Schlechte bekämpft wird.

Quelle: Christoph Pfluger – Corona-Transition für Radio Qfm.network

Bild: Deviantart – picture editing

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Auch haben wir „Medial“ aufgerüstet und unsere erste Zeitung herausgegeben – unter www.qfm.network ist das erste „Querdenken Radio“ in Betrieb genommen worden. 

 

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Die Testphase unseres neuen Radiosenders ist abgeschlossen und Sie können sich – von 7:00 – 0:00 Uhr jede Stunde – auf spannende aktuelle Moderationen und 24 Stunden durchgehend die beste und aktuellste Musik freuen.

Wir möchten so viel mehr Menschen erreichen – aber diese Projekte haben unsere ganze Kraft aber auch unsere Ressourcen verbraucht

Wir werden in den nächsten Tagen noch einige Spendenaufrufe starten und hoffen, dass Sie uns unterstützen.

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