Uns bleibt nichts erspart: James Bond mit Kuscheltier

Ein Podcast von Bruce Wayne ĂŒber den neuen Bond zu einem Bericht von Vera Lengsfeld

Uns bleibt nichts erspart:

James Bond mit Kuscheltier

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Angeblich wollte sich Daniel Craig lieber die Pulsadern aufschneiden, als noch einmal den britischen Geheimagenten mit der Lizenz zum Töten zu spielen. Leider hat er sich fĂŒr 50 Millionen Pfund von diesem guten Vorsatz abbringen lassen. „Keine Zeit zu sterben“ ist ein Bond zum abgewöhnen. Das scheinen die Zuschauer auch so zu sehen, denn am dritten Spieltag war das Kino nur spĂ€rlich gefĂŒllt. Ein Kassenschlager sieht anders aus. Bond Fans sollten den Film meiden, um sich eine kapitale EnttĂ€uschung zu ersparen.

Ja, die Drehorte sind weiterhin spektakulĂ€r. Es gibt atemberaubende Bilder schon  in der Pre-Title-Sequence in Italien von der ganz und gar außergewöhnliche Kulisse der Stadt Matera in der sĂŒditalienischen Region Basilikata am Absatz des italienischen Stiefels. Beeindruckend an diesem Drehort sind die sogenannten Sassi, Höhlensiedlungen der Altstadt, die vor vielen hundert Jahren in den Felsen geschlagenen wurden und als Wohnungen dienten. Hier dienen sie leider nur als Kulisse fĂŒr öde Motorradrennen. In Gravia in Apulien stĂŒrzt sich James Bond mit Hilfe eines Seils von dem steinernen AquĂ€dukt, um seinen Verfolgern zu entkommen. 

Schöne Bilder gibt es auch vom verschneiten Norwegen. Weniger schön sind die von Santiago de Kuba, wo trotz Schummerbeleuchtung der ganze sozialistische Verfall zu sehen ist. Da ausgerechnet das sozialistische Kuba der Ort sein soll, wo sich die kriminellen Bösewichter der Welt zum Familientreffen einfinden – das kann nur einem  Drehbuchautor einfallen, der keine Ahnung hat, oder zu wenig Phantasie, sich die RealitĂ€ten außerhalb Hollywoods vorzustellen.

Damit wÀren wir schon mittendrin, was an diesem Bond nervt. 

Es ist sicher nicht einfach, den 25. Film ĂŒber eine Figur zu machen.

Da wirkt zu Vieles einfach nur recycelt. Was neu ist, nervt aber noch mehr.

Es gibt keine Bond-Girls mehr, sondern Bond-Women. Nun auch solche mit Kindern. In diesem Fall ist es Madeleine Swann, ausgerechnet die Tochter seines Erzfeindes Specter, was er aber nicht weiß.

Als er es erfĂ€hrt, setzt er sie in einen Zug, um sie nie wieder zu sehen. Aber natĂŒrlich begegnet er ihr wieder.

Ausgerechnet Madeleine ist die Psychotherapeutin von Blofeld des letzten Kopfes der Spectre-Bande, der im HochsicherheitsgefÀngnis einsitzt.

Bei ihrem Anblick stockt James ganz unbondmĂ€ĂŸig der Atem. Er ist nĂ€mlich schwer verliebt.

Die Handlung zu erzÀhlen, lohnt sich nicht, den die ist kaum zu entwirren.

Am interessantesten ist noch, dass es um eine neue Mordwaffe geht, die aus Nanospektren besteht, mit denen gezielt Menschen mit einer bestimmten DNA getötet werden können. Der britische Geheimdienst hatte die entsprechenden Forschungen in Auftrag gegeben, um seinen Agenten die blutige Ballerei zu ersparen und die Feinde des Königreichs leise zu beseitigen. Aber natĂŒrlich bemĂ€chtigen sich die Bösen, kaum ist die Sache serienreif, dieser neuen Waffe. Um Schlimmeres zu verhindern wird Bond aus dem Ruhestand geholt. Aber ach, seine Nummer 007 ist bereits an eine Agentin of color vergeben. Macht nichts, er trĂ€gt es heldenhaft und die Dame fordert am Ende selbst, das ihm sein Markenzeichen zum alleinigen Besitz retourniert werde. Moneypenny ist auch PoC, aber vor allem nicht mehr nur Vorzimmerdame, sondern bei allen wichtigen Entscheidungen dabei.

Q ist natĂŒrlich schwul und der Bösewicht Lyutsifer Safin hat sich noch nicht entschieden, welchem Teil der LGBTQ-Community er angehören will.

Bond dagegen kann nicht entscheiden, ob er ĂŒberhaupt Vater werden möchte, denn er ist es bereits seit knapp fĂŒnf Jahren.

Die Tochter hat seinen blauen Augen, Leugnen zwecklos.

James bekommt nach dem ersten gemeinsamen FrĂŒhstĂŒck auch sofort die Gelegenheit, um seine neue Familie zu kĂ€mpfen. 

Dieser Kampf fĂŒhrt ihn auf eine öde Insel zwischen Japan und Russland, ein ehemaliger sowjetischer RaketenstĂŒtzpunkt, wo die eben erst in London aus einem Labor entwendeten Nanobots bereits in Serienproduktion gegangen sind. Hierher hat der Safin Madeleine und Tochter entfĂŒhrt. Was man der Kleinen bei den Dreharbeiten zugemutet hat, sollte eigentlich den Kinderschutzbund auf die Barrikaden bringen. Den Drehbuchautoren scheinen selbst erhebliche Zweifel gekommen zu sein, denn plötzlich lĂ€sst der Bösewicht das MĂ€dchen einfach laufen. Sie landet wohlbehalten bei ihrer Mama, hat aber ihr Kuscheltier verloren. 

Im Finale werden Bond und seine Lieben wieder vereinigt, aber nur bis er sie in ein Boot gesetzt hat, mit dem sie von der Hölleninsel fliehen können. Er muss zurĂŒckbleiben, um die Insel fĂŒr einen erfolgreichen Raketenangriff zu prĂ€parieren. DafĂŒr legt er ungefĂ€hr ein halbes hundert Bewaffnete um, ehe er auf Safin trifft, der Bond im Handgemenge mit einem Nanospektrum infiziert, dass Madeleine und seine Tochter töten wĂŒrde, sobald er ihnen zu nahe kommt. Das Zeug wird er nie wieder los, wie Q ihm noch bestĂ€tigt, ehe er Bond mit Madeleine verbindet. 

Es folgt das große Finale. Bond findet das Kuscheltier, steckt es an seinen GĂŒrtel, statt einer Pistole, öffnet die Schleusen, damit die Raketen, die in wenigen Minuten eintreffen, nicht abprallen und steigt dann ganz nach oben, wĂ€hrend er mit Madeleine LiebesschwĂŒre tauscht. Das Ganze erinnert fatal an den Schluss von „Blood Diamonds“, wo der tödlich verwundete Leonardo DiCaprio auf einem Berg mit seiner Geliebten telefoniert und ihr die schöne Aussicht schildert.

Bond genießt die Aussicht auch und als die Raketen endlich eintreffen, gehen sie nieder wie ein Silvesterfeuerwerk und die Zuschauer sind erleichtert, das sie den Film endlich ĂŒberstanden haben. Jedenfalls sprangen bei der Vorstellung, die ich besucht habe, alle sofort auf und verließen schnell den Saal, statt noch ein Weilchen dem Abspann zu genießen. 

Die Bond-Reihe hÀtte mit Skyfall beendet werden sollen, waren wir uns einig. Aber der nÀchste Bond ist schon in der Mache. Den werde ich mir aber gewiss nicht antun.

„Keine Zeit zu sterben“ ist ein Beispiel dafĂŒr, dass die Political Correctness dabei ist, den Film insgesamt zu ruinieren.

Quelle: Podcast von Bruce Wayne

Quelle: Vera Lengsfeld

Bild: Edit – piqsels.com-id-irzqx

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